Über uns

08.01.2009

Carlos Tapia
und
Brigitte Backhaus

Geboren und aufgewachsen in Rosario, Argentinien, gehört er zur neuen argentinischen Generation, die dem Tango eine moderne, kreative Richtung gab, ohne dessen Wurzeln und klassische Formen zu verleugnen.

Carlos Tapia kombiniert das Urwüchsige dieses Stils mit einer filigranen Gewandtheit, Musikalität und einer reifen Ausdrucksstärke mit der Präsenz und dem ganz eigenen Gehen des Tangos.
Seinen Tanzstil perfektionierte er bei TänzerInnen wie Victoria Colosio, Julio Balmaceda, Jesus Pietropaulo, Carlos Gavito und Eduardo Tapia.

Ausbildung zum Tanz- und Ausdrucks- Therapeuten an der Münchner CITA abgeschlossen. Konzepte der Tanztherapie finden sich im Tangounterricht wieder:
Aufgewachsen in Dresden in einer Musikerfamilie und immer in Verbindung lebend mit Kunst und Sport wurde sie 2001 von der Faszination Tango berührt.

Erst durch ihre Begegnung mit Carlos Tapia fand sie Zugang zum Wesen des Tango Argentino als soziale Kunst und im gemeinsamen Unterrichten und Tanzen eine glückliche Verbindung mit einer neuen interkulturellen Welt.

Die Verfeinerung dieses Stils erlernt sie fortlaufend bei TänzerInnen wie Victoria Colosio, Jesus Pietropaulo und Julio Balamaceda in Argentinien.


Konzept

"Die Ausdrucksweisen der Kunst sind nicht dazu da, damit wir alle Künstler sind, sondern damit niemand Sklave sein muss." (Guianni Rodari)

Carlos Tapia nutzt im Tangounterricht die Vorgehensweise von Frau Victoria Colosio sowie die Methodik der Integralen Tanz- und Ausdruckstherapie (ITA), wodurch die Art, wie wir selbst den Tango fühlen, eingebracht wird. Es handelt sich dabei um eine gesamtheitliche Arbeit, bei der die Bewegung und das Fühlen des Menschen zu einem Einzigen verschmelzen: dem TANGO.

Der Unterricht beginnt mit der Tanzpropädeutik zur Einführung in den Tango, die Methode beruht auf Kinderspielen und der Beobachtung alltäglicher Bewegungen.
Es geht darum, die Bewegungen zu koordinieren und zueinander in Beziehung zu bringen, um so motorische Fähigkeiten besser entwickeln und verstehen zu können. Auf diese Weise erreicht man einen Körper mit Möglichkeiten, der nicht wie ein Machtobjekt trainiert, sondern wirklich als frei empfunden wird.

Tanzen heißt sich zu gestatten, mit dem Körper eine ganze Reihe von Gefühlen auszudrücken, wohin uns wiederum das musikalische Empfinden und die Geschmeidigkeit der Partnerin bringen. Es muss erreicht werden, dass der Tanz als persönliche und ästhetische Ausdrucksweise und der Tanz als Ausdruck von Fähigkeit und Geschicklichkeit voneinander getrennt werden.

Im Lernprozess ist es unser Ziel, ein wenig über den Schritt, die Figur, die Choreografie hinauszugehen, um uns dem Gehen zu widmen, dem Gehen des Tangos zum Takt der Musik. Wir sind der Meinung, dass dies als Hauptwerkzeug für die schöpferische Leistung anzusehen ist.

"... der Tango kommt von innen, aus der Überzeugung, die bist mit der Partnerin zusammen und wirst deine Geschichte schreiben…" (Victoria Colosio)

Bei diesem Spiel zu zweit führt, leitet und lenkt der Mann, er schlägt die Schritte vor, ohne den Takt zu verlieren, während die Frau gefühlvoll auf den Vorschlag reagiert, um so den Tanz zu vervollständigen und auszuschmücken.

Jeder TÄNZER MUSS SEINEN EIGENEN STIL FINDEN. Je authentischer und persönlicher sein Tangoschritt ist, umso glaubwürdiger wird sein Vortrag sein. Die zukünftigen Lernenden müssen verstehen, dass auf die Bewegung nicht einfach übertragen werden kann, was von solch tief greifender Bedeutung ist wie das Gefühl.

" … der Tango muss nicht gelehrt, sondern erfühlt werden können."
top